Jahreshauptversammlung AWE Ebnath 2017

Ausschnitt von dem Onetz (Der neue Tag) vom 08.02.2017

bernd-kuhbandner, aktive-wählen

 

 Persönliche Angriffe lassen die Fraktion der Aktiven Wähler Ebnath (AWE) und den Vorsitzenden Bernd Kuhbandner kalt. Dagegen stehen konstruktives Miteinander und das Einbringen eigener Idee zur Entscheidungsfindung im Mittelpunkt ihrer Arbeit

Ein positives Jahres-Resümee zogen die Mitglieder der AWE bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schmid in Grünlas. „Wir haben mitgeholfen, unsere Gemeinde ein Stück nach vorne zu bringen und wichtige Entscheidungen mit unseren Argumenten positiv zu beeinflussen. Wir reden nicht Bürgerbeteiligung, wir leben sie“, versicherte Kuhbandner. Er berichtete von 14 öffentlichen Fraktionssitzungen mit Beteiligung der Bürger, 14 Gemeinderats- und sieben Ausschusssitzungen.

Die persönlichen Angriffe gegen ihn aus der SPD-Fraktion seien verpufft und das Verhältnis zum Bürgermeister habe sich normalisiert. Kuhbandners Dank galt seinem Ratskollegen Peter Casper für dessen allseits anerkannte Sachkenntnis, sein Engagement sowie die Pflege der AWE-Homepage. Er habe sich als Nachrücker integriert und die Interessen der Bürger bestens vertreten.

Als wichtige Sachthemen stehen die Generalsanierung der Schule mit zwei Millionen Euro Baukosten, schnelles Internet, die Sanierung von Ortsstraßen und kaputten Abwasserkanälen, der Umbau des alten Schulhauses (1,5 Millionen Euro), die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und die energetischen Verbesserungen im Bauhof auf der Agenda.

Bei der Erstellung einer Prioritätenliste zur Sanierung von Straßen und Kanälen sollten Videobefahrungen helfen, die Schäden festzustellen und ein Sanierungskonzept aufzustellen. Obwohl noch nicht alles ausgewertet war, wurde die Reihenfolge Schulstraße, Gregnitzweg und Ringstraße vom Bauausschuss festgelegt, was jedoch wiederholt geändert wurde. Deshalb informierte Kuhbandner ab Mitte 2016 alle Anwohner der Ringstraße laufend über den Sachstand.

Kosten senken
Diese sprachen sich vehement gegen eine komplette Straßensanierung mit Kosten von 680 000 Euro aus. Nach AWE-Intervention konnten massive Anliegerproteste vermieden werden. Durch eigene Vorschläge der AWE zur Kostenreduzierung bei der Sanierung der Straßen und Kanäle beschloss der Gemeinderat den verringerten Sanierungsumfang und damit die massive Senkung der Anliegerkosten. Kuhbandner wies darauf hin, dass die Kanalsanierungen großteils über die Verbrauchsgebühr finanziert werden und zu einer deutlichen Anhebung der Gebühr und der Schulden führen werden. „Die Bürger haben ein Mitspracherecht bei beitragspflichtigen Maßnahmen, denn es geht um ihr Geld“, verdeutlichte der AWE-Vorsitzende.

Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung sind 135 000 Euro und für die Instandsetzung und Isolierung sowie Einbau neuer Fenster und Tore im Bauhof 20 000 Euro vorgesehen. Die Heizung wird vom VG-Gebäude Neusorg übernommen. Das neue Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr wird im Sommer ausgeliefert. An einem neuen Nutzungskonzept mit Arztpraxis, Vereinszimmer und Wohnungen für das alte Schulhaus wird zusammen mit der 90-prozentigen Finanzierung noch gefeilt. Die Sanierungskosten betragen 1,5 Millionen Euro. Kuhbandner sagte Wolfgang Meingast Dank für die Betreuung der elf in der Selingau im vergangenen Jahr untergebrachten Asylbewerber sowie für weitere soziale Hilfsdienste. Zudem habe sich ein kleiner Helferkreis für Gemeindebürger gebildet.

Dank an Mitstreiter
Sein Dank galt abschließend allen Mitgliedern für die konstruktive Mitarbeit in der AWE. Er dankte auch dem Bürgermeister, der CSU-Fraktion und „einem überwiegenden Teil der SPD-Fraktion“ für die fruchtbare Zusammenarbeit. Dem angeregten Fußgängerüberweg in der Ortsmitte werden keine Chancen eingeräumt. Der Wunsch auf Geschwindigkeitsmessung in der Neusorger Straße und nach Einführung geschwindigkeitsmindernder Maßnahmen wird im Gemeinderat vorgetragen.

Unser aller Dank gebührt Herrn Arnold Koch für den guten Bericht.